Archiv für das Schlagwort “Abenteuer”

The Grey – Unter Wölfen

„Once more into the fray…
Into the last good fight i’ll ever know.
Live and die on this day…
Live and die on this day…“

 

Mit nicht mehr als ihrer Kleidung und dem Willen zum Überleben kämpfen sich acht Männer durch die eisige Wildnis Alaskas – auf ihrer Fährte ein Rudel hungriger Wölfe.
In Joe Carnahans Survival-Thriller „The Grey“ haben die Mitglieder eines Ölunternehmens als einzige einen Flugzeugabsturz überstanden und müssen nun versuchen, einen Weg aus ihrer scheinbar auswegslosen Situation zu finden.
Fest steht: Bis sie möglicherweise irgendwann ein Suchtrupp gefunden hat, sind sie längst tot. Die raue Natur dort draußen ist erbarmungslos.

Es ist ausgerechnet der sich seines Lebens bereits überdrüssige Jäger Ottway (Liam Neeson, „Schindlers Liste“), dem letztlich die Rolle als Ruhepol und Kopf der gemischten Gruppe zukommt.
Er trifft die Entscheidung, die Unglücksstelle so schnell wie möglich zu verlassen, um aus dem Revier der Raubtiere zu gelangen.
Kein ungefährlicher Marsch. Neben den Wolfangriffen sind es vor allem die Witterung und die geologische Beschaffenheit, die den Männern zusetzen.

Sie machen Feuer, bauen sich provisorische Waffen aus dem verfügbaren Material zusammen. Und sie sammeln ihre Brieftaschen – damit ihre Familien Gewissheit über ihr Schicksal haben.
Am Ende stellt sich nur die eine Frage: Wer wird den Tag überleben…?

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Hugo Cabret

Gleich vorweg: Das 3D in „Hugo Cabret“ ist absolut atemberaubend und der gelungenste Einsatz dieser Technik, den ich bisher auf der großen Leinwand erleben durfte.
Auch James Cameron zieht den Hut vor seinem Kollegen Martin Scorsese.

Wichtig ist jedoch, dass das Werk sich deshalb keinesfalls nur auf seine aufwendige visuelle Umsetzung reduzieren lässt.
Die Adaption von Brian Selznicks Buch „Die Entdeckung des Hugo Cabret“ entpuppt sich zugleich als das warmherzige und fantastische Abenteuer eines aufgeweckten Waisenjungen, ähnlich einem Oliver Twist, als auch als feurige Liebeserklärung an das Kino selbst.

Als die Brüder Lumière ihren Stummfilm „Ankunft eines Zuges in La Ciotat“ 1895 erstmals einem Publikum vorstellten, soll dieses in Panik vor dem auf der Leinwand herannahenden Zug angeblich schlagartig den Saal verlassen haben.
Ob diese Überlieferung nun stimmt, oder nur eine spannende Ausschmückung des Ereignisses gewesen ist, sei jetzt dahingestellt.
Fest steht, dass diese Geschichte auf sehr schöne Weise die Macht der bewegten Bilder auf den Punkt bringt: Sie können in Zuschauern extrem starke und direkte Emotionen hervorrufen.

Scorsese, inzwischen 69 Jahre alt, ist ein Name, den man vermutlich zunächst eher mit rauen Arbeiten wie „Hexenkessel“ (1973), „Taxi Driver“ (1976) oder „Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia“ (1990) in Verbindung bringt.
Mit „Hugo Cabret“ schlägt der sympathische Italoamerikaner nun gänzlich unerwartete Töne an und beweist, dass er auch als sanfter Märchenonkel eine ausgezeichnete Figur macht und die ganz Kleinen nicht immer aus seinem Werk ausschließen muss.
Als Kinderfilm kann man dieses Stück purer Magie allerdings nicht bezeichnen – zumindest nicht nur. Falls ja, darf ich mich jetzt auch nochmal zu den winzigen Rackern zählen, habe ich doch auch mit offenem Mund staunend bis zum Ende des Abspanns auf die Projektion vor mir gestarrt.
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