Archiv für das Schlagwort “Action”

The Grey – Unter Wölfen

„Once more into the fray…
Into the last good fight i’ll ever know.
Live and die on this day…
Live and die on this day…“

 

Mit nicht mehr als ihrer Kleidung und dem Willen zum Überleben kämpfen sich acht Männer durch die eisige Wildnis Alaskas – auf ihrer Fährte ein Rudel hungriger Wölfe.
In Joe Carnahans Survival-Thriller „The Grey“ haben die Mitglieder eines Ölunternehmens als einzige einen Flugzeugabsturz überstanden und müssen nun versuchen, einen Weg aus ihrer scheinbar auswegslosen Situation zu finden.
Fest steht: Bis sie möglicherweise irgendwann ein Suchtrupp gefunden hat, sind sie längst tot. Die raue Natur dort draußen ist erbarmungslos.

Es ist ausgerechnet der sich seines Lebens bereits überdrüssige Jäger Ottway (Liam Neeson, „Schindlers Liste“), dem letztlich die Rolle als Ruhepol und Kopf der gemischten Gruppe zukommt.
Er trifft die Entscheidung, die Unglücksstelle so schnell wie möglich zu verlassen, um aus dem Revier der Raubtiere zu gelangen.
Kein ungefährlicher Marsch. Neben den Wolfangriffen sind es vor allem die Witterung und die geologische Beschaffenheit, die den Männern zusetzen.

Sie machen Feuer, bauen sich provisorische Waffen aus dem verfügbaren Material zusammen. Und sie sammeln ihre Brieftaschen – damit ihre Familien Gewissheit über ihr Schicksal haben.
Am Ende stellt sich nur die eine Frage: Wer wird den Tag überleben…?

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30 Minuten oder weniger

30 Minuten oder weniger hat der Pizzabote Nick (Oscar-Nominee Jesse Eisenberg, „The Social Network“) in der gleichnamigen Crime-Comedy von Ruben Fleischer Zeit, um die saftig belegten Bestellungen bei den Kunden abzuliefern.
Kommt er über dieses Limit, werden ihm die verspäteten Tomatentorten vom Lohn abgezogen.
Sein Boss (Brett Gelman) vertritt diesen Slogan mit erbarmungsloser Konsequenz.

Im Prinzip könnte Nick behaupten (abgesehen von der sporadischen, berufsbedingten Action selbstverständlich) ein recht entspanntes Slacker-Leben zu führen.
Allerdings findet dieses ein jähes Ende, als er während einer vorlauten Diskussion mit seinem besten Freund Chet (Aziz Ansari, „Männertrip“) herausfindet, dass dieser als Kind unbeabsichtigt dafür gesorgt hat, dass sich seine Eltern scheiden lassen, und er ihm anschließend, seinen Rachegelüsten folgend, beichtet, dass er Sex mit dessen Schwester Kate (Dilshad Vadsaria) gehabt hat.
Der Freundschaft wird anschließend hastig das Aus erklärt. Ein Zustand, der aber nicht von langer Dauer bleiben soll.
Denn Nick sucht seinen Lehrerbuddy schon bald mit einem wahrlich ernsten Problem am Hals in der Schule auf und bittet ihn um Hilfe:
Zwei maskierte Kunden haben ihn bei der Pizzalieferung überwältigt und ihm eine Bombe um den Körper geschnallt. Sie erwarten von ihm, dass er innerhalb von zehn Stunden schlappe 100.000 Dollar auftreibt…oder er darf sich von seinem jungen Leben verabschieden.

Die einzige Möglichkeit, in der Zeit an so viel Geld zu gelangen, scheint nun wohl tatsächlich ein Banküberfall zu sein – ein Gedanke, der den Freunden so gar nicht schmeckt.
Nur, wie heisst der Spruch noch gleich? Mitgehangen, mitgefangen…
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Drive

„If I drive for you, you give me a time and a place. I give you a five-minute window, anything happens in that five minutes and I’m yours no matter what. I don’t sit in while you’re running it down; I don’t carry a gun…
I drive.“

Der Fahrer ist kein Freund vieler Worte.
Damit seine Forderungen und Regeln für seine Kunden trotzdem klar verständlich bleiben, sind seine knappen Ausführungen scharf wie eine Rasierklinge.

In „Drive“, dem neuen Werk des dänischen „Pusher“-Schöpfers Nicolas Winding Refn, verkörpert Oscar-Nominee Ryan Gosling („Half Nelson“) den namenlosen Einzelgänger aus L.A., welcher sich tagsüber seine Brötchen abwechselnd in einer Werkstatt und als Stuntman in Actionfilmen verdient, während er in der Nacht den Fluchtwagen für diverse, zwielichtige Gestalten fährt.
Er beherrscht seine Jobs mit einer bemerkenswerten Präzision, was seinen Boss und Mentor Shannon (Bryan Cranston, „Breaking Bad“) schließlich auf den Plan ruft, selbst mit seinem Goldesel ins Profirennen einzusteigen.
Die Sache hat einen Haken:
Um die Summe für die Umsetzung seines Traums aufzutreiben, muss Shannon seinen eiskalten, früheren Geschäftspartner Bernie Rose (herrlich fies: Albert Brooks, „Broadcast News – Nachrichtenfieber“) anbetteln – und dieser hat mehr Dreck an seinen Händen kleben, als man es auf den ersten Blick wohl vermuten würde.
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Mission: Impossible – Phantom Protokoll

Der Kinosommer 1996 stand ganz im Zeichen großer Blockbuster.

Während Nic Cage auf Alcatraz grünen Giftgaskugeln hinterhersprang, Bill Paxton die Nase in den Wind hielt und Präsident Pullman die Welt für die gemeinsame Zelebrierung des Unabhängigkeitstages zu begeistern versuchte, bereitete Brian De Palma eine populäre TV-Serie aus den Sechzigern für die Leinwand neu auf.

In Anbetracht der mit Explosionen und Spezialeffekten vollgestopften Konkurrenz, war „Mission: Impossible“ ein geradezu klassischer Agententhriller, der den spektakulären Actionanteil auf einige dezente Höhepunkte verteilte und sich ansonsten eher auf seinen spannenden Plot konzentrierte.

Der Film war ein Riesenhit an den weltweiten Kinokassen.
Was sagt uns das?
Richtig, eine Fortsetzung musste her.
Das vier Jahre später von John Woo inszenierte Sequel entpuppte sich allerdings als katastrophale Bruchlandung an allen Fronten:
Tom Cruise, der erneut in seine Rolle als Ethan Hunt schlüpfte, sah mit seiner Langhaarfrisur auf einmal mehr wie ein schmieriger Pornodarsteller, als wie ein hochqualifizierter Geheimagent aus.
Die völlig over-the-top geratene, bierernste Action ersäufte jeden halbwegs interessanten Storyansatz abwechselnd in brutalen Kloppereien und Schießereien.
Mission: Gescheitert – jedoch nicht, was die Zuschauerzahlen anging.
Die Reihe wird weitergehen, das stand fest.

„Lost“-Ko-Schöpfer J.J. Abrams war dann der Glückliche, der mit „Mission: Impossible III“ (2006) Wiedergutmachungsarbeit für die Fans des Originals leisten durfte – sofern diese nach dem vorherigen Reinfall überhaupt noch daran interessiert gewesen sind.
Das Resultat war ein kleiner Schritt zurück in die richtige Richtung – gut war der Film deshalb allerdings noch nicht.
Wieder zu viel Krawumm, zu wenig Spannung…und zu wenig Witz.
Wirklich ernst nehmen konnte man die unmöglichen Missionen nach dem zweiten Eintrag schließlich nicht mehr.
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Ghost Rider: Spirit Of Vengeance

„This thing… There’s no conscience, just hunger. The Rider’s gonna come out. And when he does, he’ll destroy whoever’s got it coming.“

 

„Spirit Of Vengeance“, das inzwischen zweite Leinwandabenteuer des finsteren Marvel-Helden Ghost Rider, ist ein reichlich infantiles und substanzfreies Effektspektakel für ein Publikum, das jeglichen Ansatz einer interessanten Story jederzeit gerne für eine zünftige Actioneinlage eintauschen würde.

Die Regiestühle hat schließlich auch das Duo Mark Neveldine und Brian Taylor besetzt, das bereits mit seinem Debüt „Crank“ (2006) und dessen Fortsetzung (2009) bewiesen hat, dass es eben einiges von infantilem und substanzfreiem Proll-Kino versteht.

Irgendwie beschleicht einen während der Sichtung das Gefühl, als sei den Beiden schon das geringste Maß an inszenatorischem Geschmack regelrecht peinlich gewesen, weshalb dann sämtliche Szenen in fulminanten Bildgewittern zerschreddert werden mussten, während welchen man kaum noch den Überblick behält, was da gerade vor einem geschieht.
Auf die Zuschauer wird von allen Seiten audiovisuell stark eingeprügelt, damit sich diese bloß nicht vor lauter Langeweile um die Geschichte scheren.
Denn diese ist so hauchdünn – man könnte sie im wilden Getöse glatt übersehen…

Johnny Blaze (abermals verkörpert von Nicolas Cage) hat einst im Tausch gegen das Leben seines Vaters seine Seele an den Teufel höchstpersönlich (Ciarán Hinds, „München“) abgetreten.
Ein Dämon ergreift daraufhin Besitz von dem Motorrad-Stuntprofi und verwandelt ihn in den mächtigen Ghost Rider, der erbarmungslos Kriminelle und anderes Gesindel ins Fegefeuer schickt.

Blaze ist allerdings nicht wirklich gut auf Beelzebub zu sprechen, hat dieser ihn doch letztlich bitter betrogen.
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