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The Grey – Unter Wölfen

„Once more into the fray…
Into the last good fight i’ll ever know.
Live and die on this day…
Live and die on this day…“

 

Mit nicht mehr als ihrer Kleidung und dem Willen zum Überleben kämpfen sich acht Männer durch die eisige Wildnis Alaskas – auf ihrer Fährte ein Rudel hungriger Wölfe.
In Joe Carnahans Survival-Thriller „The Grey“ haben die Mitglieder eines Ölunternehmens als einzige einen Flugzeugabsturz überstanden und müssen nun versuchen, einen Weg aus ihrer scheinbar auswegslosen Situation zu finden.
Fest steht: Bis sie möglicherweise irgendwann ein Suchtrupp gefunden hat, sind sie längst tot. Die raue Natur dort draußen ist erbarmungslos.

Es ist ausgerechnet der sich seines Lebens bereits überdrüssige Jäger Ottway (Liam Neeson, „Schindlers Liste“), dem letztlich die Rolle als Ruhepol und Kopf der gemischten Gruppe zukommt.
Er trifft die Entscheidung, die Unglücksstelle so schnell wie möglich zu verlassen, um aus dem Revier der Raubtiere zu gelangen.
Kein ungefährlicher Marsch. Neben den Wolfangriffen sind es vor allem die Witterung und die geologische Beschaffenheit, die den Männern zusetzen.

Sie machen Feuer, bauen sich provisorische Waffen aus dem verfügbaren Material zusammen. Und sie sammeln ihre Brieftaschen – damit ihre Familien Gewissheit über ihr Schicksal haben.
Am Ende stellt sich nur die eine Frage: Wer wird den Tag überleben…?

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Shame

„We’re not bad people. We just come from a bad place.“

 

Der erfolgreiche und selbstbewusste Mittdreißiger Brandon Sullivan (Michael Fassbender, „Inglourious Basterds“) ist ein Junkie.

Nur dass seine Droge nicht etwa Heroin, sondern Sex heisst.
Nacht um Nacht holt der New Yorker sich neue Prostituierte oder Frauen, die wie er auf der Suche nach einem unverbindlichen One-Night-Stand sind, in seine Wohnung.
Beim Geschlechtsakt verwandelt sich sein Gesicht in eine schmerzverzerrte Fratze – Brandon empfindet in diesen Momenten keinerlei Freude, sondern erfährt eine lediglich kurzzeitige Befriedigung. Seinen persönlichen Kick, kurz bevor wieder traurige Leere und das quälende Schamgefühl einsetzen.

„Sexsucht hat mit dem Bedürfnis nach Sex so viel zu tun wie Alkoholismus mit Durst“, diese Erklärung hat der preisgekrönte, britische Regisseur Steve McQueen („Hunger“) von einem Psychotherapeuten erhalten, bei dem er Nachforschungen für sein aktuelles Werk „Shame“ angestellt hat.
Der Titel bezieht sich auf die zuvor angesprochene Scham nach dem Sex, die nur durch einen erneuten Akt wieder schwindet. Ein ständiges Auf und Ab, immer und immer wieder.

Brandon ist ein offensichtlich unglücklicher und nach außen kalter Mann.
Er kennt seine Krankheit, die all das, was unter der Oberfläche noch an Menschlichkeit in ihm steckt, wie ein Käfig von der Außenwelt abschottet. Er ist in sich gefangen.

Seine Sucht hat er, bis auf kleinere Vorfälle, wie etwa das Auftauchen von expliziten Pornoseiten auf seinem Arbeitscomputer, relativ unauffällig von seinem sozialen Umfeld getrennt.
Obwohl er sich mit seinem Chef und besten Freund David (James Badge Dale, „Departed – Unter Feinden“) in diversen Clubs sehen lässt und dort auch keine Schwierigkeiten hat, die Damenwelt mit seinem zweckdienlich eingesetzten Charme für ein gemeinsames Abenteuer zu begeistern, ahnt außer ihm wohl niemand, wie es tatsächlich in seinem Inneren ausschaut.
In welchem ernsthaften Konflikt er mit seinen Trieben steht.
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